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Apitherapie: Heilung durch Bienen

Bienenprodukten werden seit jeher gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Honig, Gelée royale, Propolis und sogar Bienengift finden in der Medizin und Naturheilkunde als sogenannte Apitherapie Verwendung. Doch was können die verschiedenen Bienenerzeugnisse überhaupt? Wir geben einen Überblick.

Apitherapie ist, kurz gesagt, die Verwendung von Bienenprodukten in der Heilkunde. Denn sowohl Honig, als auch Propolis, Blütenpollen, Gelée royale, Bienenbrot und Bienenwachs enthalten für Bienen wertvolle Nähr- und Vitalstoffe. Diese sind auch für Menschen nützlich und können eine heilende Wirkung haben. Vorsicht gilt jedoch bei Allergikern, die von allen Bienenprodukten Abstand nehmen sollten, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Bienenerzeugnisse und ihre Verwendung in der Apitherapie

Laut Gesetzt gibt es unterschiedliche Bestimmungen für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Zusatzstoffe und Arzneimittel. Je nachdem wie die Bienenprodukte zusammengestellt sind, kann es sich um das eine oder das andere handeln. In der Apitherapie sind dennoch fast alle Bienenprodukte ein wichtiger Bestandteil. Gesundheitsbezogene Aussagen sind allerdings immer mit etwas Vorsicht zu genießen.

Honig

Honig ist eines jener Lebensmittel, die in der Apitherapie eine große Rolle spielen. Auch als Hausmittel und in der Schönheitspflege ist Honig beliebt, da er entzündungshemmend wirken soll. Er kann zum Beispiel als Mittel gegen Erkältungen und Halsschmerzen verwendet werden. Ein einzigartiger Honig, der besonders stark antibakteriell wirkt, ist Manuka-Honig. Für medizinische Zwecke wie z.B. der Wundversorgung wird bei uns allerdings kein handelsüblicher Speisehonig verwendet, sondern speziell hergestellter und sterilisierter Wundhonig, z.B. Medihoney.

Propolis

Bienen sammeln Harz von verschiedenen Bäumen, vermischen es mit Sekret, etwas Wachs, Pollen und Honig und fertig ist Propolis: ein wertvoller, klebriger Stoff, den die Bienen für alles Mögliche nutzen. Unter anderem dient er ihnen auch zur Desinfektion: Propolis dichtet den Stock ab, tötet Bakterien und Pilze und schützt auf diese Weise das Volk. Auch in medizinischen Produkten für Menschen findet sich das antibakterielle und antivirale Propolis. In Salben und Cremes kann es die Wundheilung unterstützen, in Lutschtabletten gegen Halsweh und Infektionen im Rachenraum helfen oder in Form von Tropfen und Kapseln das Immunsystem und Magen- und Darmtrakt stärken.

Gelée royale

Es gilt als eines der kostbarsten Bienenprodukte: Gelée royale. Erzeugt wird es nur von jungen Arbeiterbienen, die es aus Honig, Blütenpollen und eigenen Drüsensekreten herstellen und damit ausschließlich die Larven der Königinnen und die spätere Königin füttern. Diese steht nicht umsonst als Symbol für Vitalität sowie Leistungs- und Lebenskraft. Gelée royale ist vitalisierend heißt es, soll gegen Falten wirken und den weiblichen Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Im medizinischen Bereich wird es aufgrund seiner angeblichen antibakteriellen und antiviralen Wirkung bei Virusinfektionen angewandt. Es soll sich positiv auf Immunsystem und Stoffwechsel auswirken und die Bildung von neuen, gesunden Zellen fördern.

Bienenwachs

Bienenwachs als Wärmepackung wird in der Medizin bei Hustenreiz und in der Physiotherapie bei Muskel- und Gelenksschmerzen verwendet, da es wärmende und schmerzlindernde Eigenschaften haben soll. Das Wachs der Bienen wird auch zu Bienenwachskerzen verarbeitet. Diesen sorgen als Ohrenkerzen bei Nebenhöhlenbeschwerden und bei Stress für Abhilfe.

Bienengift

Das Gift der Honigbiene, medizinisch Apitoxin genannt, wird vor allem in der Rheumatherapie verwendet. Es soll positiv auf das Nervensystem und schmerzstillend wirken, die Gefäße öffnen und die Durchblutung fördern. Verabreicht wird es entweder in Form einer Injektion unter die Haut oder in Salben, welche auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Gewonnen wird das Bienengift dafür übrigens dadurch, dass der Biene ein kleiner Stromschlag versetzt wird. So sondert sie ihr Gift auf eine Glasplatte ab, wovon es später abgeschabt wird. Anders bei der Bienenstich-Akupunktur, die besonders in China beliebt ist: dabei wird der Stachel der Biene direkt als Akkupunkturnadel benutzt.


Heilmittel Bienenprodukt – das solltet ihr beachten

Kauft Bienenerzeugnisse nur von zertifizierten Herstellern, die darauf spezialisiert sind und die Produkte aus zuverlässigen Quellen beziehen bzw. fachgerecht verarbeiten.

Tipp: Auch wenn Bienenprodukte in der Apitherapie als Heilmittel gelten – den Arztbesuch sollten sie bei Beschwerden nicht ersetzen und lieber präventiv und unterstützend zu anderen Medikamenten eingesetzt werden.

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