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Was passiert mit dem Streuobst nach der Ernte?

Steht die Streuobstwiese erst einmal in voller Blüte, lässt auch die nächste Obsternte nicht lange auf sich warten. Dabei kommen bei Anfängern schnell Fragen auf: Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte? Welches Obst eignet sich zur Einlagerung? Wie lagert man Obst überhaupt? Und vor allem: Was tun mit all den köstlichen Früchten?

Die Arbeit auf der Streuobstwiese verlangt einigen Einsatz. Belohnt wird dieser spätestens dann, wenn die nächste Ernte ansteht. Dabei ist es wichtig, auf den optimalen Reifezeitpunkt zu achten, sodass die süßen Erträge direkt frisch vernascht oder für einen späteren Genuss eingelagert werden können. Denn Äpfel, Birnen, Kirschen und Co. sind sowohl pur als auch weiterverarbeitet zu Fruchtsaft, Kuchen oder Most besonders schmackhaft – und die Herstellung auch recht simpel. Doch beginnen wir von vorne.

Reife- und Erntezeitpunkt

Die Qualität und Haltbarkeit der Früchte hängt stark vom richtigen Erntezeitpunkt ab:
Werden sie zu früh geerntet, entfalten sie ihr Aroma nicht vollständig. Werden sie zu spät geerntet, wirkt sich dies negativ auf ihre Lagerfähigkeit und den Geschmack aus und sorgt oft für eine mehlige Konsistenz. Bei Äpfeln und Birnen wird beispielsweise zwischen Sommer-, Herbst- und Wintersorten unterschieden. Dabei sind die Sommersorten zwischen Juli und August erntereif, aber nicht sonderlich lagerfähig. Herbst- und Wintersorten sind zwischen September und Dezember pflückreif und können für gewöhnlich gut eingelagert werden. Mit der sogenannten „Kipp-Probe“ lässt sich einfach herausfinden, ob das Obst bereit ist, geerntet zu werden. Die einzige Voraussetzung dafür ist ein ausreichend langer Stiel des Obstes. Dafür muss die Frucht am Zweig um bis zu 90 Grad zur Seite gekippt werden. Ist die Frucht pflückreif, wird sich der Stiel vom Zweig ablösen. Bleibt dieser haften und löst sich nur von der Frucht, sollten die Erntepläne vertagt werden.

Unterschied zwischen Tafel- und Mostobst

Neben den verschiedenen Jahreszeiten lassen sich Obstsorten zudem in Tafel- und Mostobst unterscheiden. Während Tafelobst schonend geerntet und direkt verzehrt, zu Kuchen und Konfitüren verarbeitet werden kann, erntet man Mostobst, auch genannt Saftobst, erst, wenn die meisten Früchte bereits am Boden liegen. Wichtig ist: Mostobst wird nicht direkt vom Baum gepflückt, sondern durch ein natürliches Abfallen oder Schütteln des Baumes gewonnen. Nach der Ernte wird das Obst gepresst und zu köstlichen Säften weiter verarbeitet. Dank der vollständigen Vergärung des Fruchtzuckers enthält Most Alkohol und ist somit deutlich länger haltbar als andere Streuobst-Produkte.

Die richtige Lagerung

Frühsorten bzw. Sommersorten eignen sich nicht für die Einlagerung, deshalb sollten nur Spätsorten aus Herbst und Winter gewählt werden. Diese garantieren frische Früchte bis ins späte Frühjahr. Und so geht’s:

  • Vor dem Einlagern: Das geerntete Obst muss nach der Ernte gründlich geprüft und beurteilt werden. Denn: Nur die besten Früchte ohne Druck- und Faulstellen können über den Winter eingelagert werden. Im besten Fall besitzt die Frucht auch noch ihren Stiel.
  • Den richtigen Ort finden: Äpfel und Birnen bevorzugen kühle Lagerorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Besonders gut geeignet sind dunkle Räume, in denen Temperaturen zwischen ein und drei Grad herrschen. Ein kühler, dunkler Keller, eine frostsichere Garage oder ein kühler Dachboden sind gute Plätze für die Einlagerung von Streuobst.
  • Das Obst einlagern: Am besten wird das Obst auf Regalbretter aus Holz gelegt, die mit einem essiggetränkten Lappen abgewischt und nach dem Trocknen mit Zeitungspapier ausgelegt werden. Das Obst nach Möglichkeit mit dem Stiel nach unten verteilen, ohne dass die Früchte sich gegenseitig berühren.
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle besser: Das Obst sollte anfangs wöchentlich kontrolliert werden, sodass beschädigte Früchte sofort entfernt bzw. verarbeitet werden können.

Tipp: Das Obst wird immer sortenrein gelagert. Vor allem muss es bei der Einlagerung von Kartoffeln getrennt werden, denn diese scheiden das natürliche Gas Ethylen aus und beschleunigen dadurch bei Früchten den Reifeprozess.

Was tun mit all dem Obst?

Ob als köstlicher Birnenbrand, saftiger Kirschkuchen oder frischer Apfelsaft – die Einsatzgebiete von Streuobst sind extrem vielfältig und eine köstliche Belohnung für die ganzjährige Arbeit auf der Streuobstwiese. Eine leckere Inspiration gibt es hier:

Power-Porridge mit karamellisierten Birnen

Zutaten für zwei Personen
• 100 g Naturhirse
• 450 ml Mandel- oder Kokosmilch
• 1 kleine Zimtstange
• 1 Gewürznelke
• 1 Msp. unbehandelte Orangenschale
• 3 EL Honig
• 1 Prise Salz
• 2 EL ganze Haselnüsse
• 3 reife Birnen
• Saft einer Zitrone
• 2 EL Kokosblütenzucker
• Mark einer Vanilleschote
• Honig

Zubereitung

  1. Hirse in einem feinen Sieb mit Wasser abspülen (um bitteren Geschmack zu vermeiden). Milch mit Zimt und Nelke ca. 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Gewürze aus der Milch nehmen, Orangenschale, Hirse, Honig und Salz einrühren. Hirse etwa 10 Minuten quellen lassen (bei Bedarf mehr Flüssigkeit hinzufügen).
  1. Kurz vor Kochende Birnen halbieren, Kerngehäuse entfernen und in Spalten schneiden. In einer Pfanne Zitronensaft, Zucker und Vanillemark erhitzen und Birnenspalten hinzugeben. Ein wenig karamellisieren lassen.
  1. Haselnüsse hacken. Hirsebrei noch warm mit den Birnen in den Schüsseln anrichten und mit gehackten Haselnüssen bestreuen. Bowls mit Honig beträufeln servieren.

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