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So blüht die Streuobstwiese auf

Alte, knorrige Obstbäume, üppige Apfelblüten und geschäftige Insekten – so sieht das perfekte Bild einer Streuobstwiese aus. Doch was blüht und wächst eigentlich zwischen den Obstbäumen und macht die Streuobstwiese zu einem richtigen Paradies für Bienen und Insekten? Wir werfen einen Blick unter die Streuobstbäume.

Streuobstwiesen und Bienen bilden eine perfekte Symbiose: Die blühenden Obstbäume bieten der Biene Pollen sowie Nektar und gleichzeitig sorgen Bienen durch ihre Bestäubungsarbeit für eine reiche Obsternte. Doch auch am Boden hält die Streuobstwiese viele nahrhafte Pflanzen für Bienen und andere Insekten bereit. Durch die naturbelassene Bewirtschaftung bietet sie eine ideale Möglichkeit für eine besondere Blütenvielfalt – außerdem befindet sich auf Streuobstwiesen meist genügend Platz für ein breitflächiges Wachstum wilder Pflanzen. Welcher Ort könnte sich also besser für eine naturnahe Blumenwiese eignen?

Wie sorge ich auf einer Streuobstwiese für Blütenvielfalt?

Neben unterschiedlichen Obstbäumen bieten Streuobstwiesen auch ausreichend Platz für prächtige Hecken und Blühstreifen. Unter Apfelbäumen und Co. gedeihen Wildblumen wie Hahnenfuß, Margerite, Gewöhnlicher Hornklee oder Moschus-Malve und sorgen für ein reichhaltiges Buffet für geschäftige Bienen und Insekten. Wie Sie Ihre neuangelegte Streuobstwiese in ein wahres Bienenparadies verwandeln, erfahren Sie in diesen drei Schritten:

  1. Nährstoffgehalt im Boden senken: In Deutschland verfügen die meisten Böden über einen zu hohen Nährstoffgehalt, was auf die übermäßige Verwendung von Dünger in Deutschland zurückzuführen ist. Böden sind dadurch häufig übersättigt, was einer entstehenden Blumenwiese schadet. Einem zu hohen Nähstoffgehalt im Boden lässt sich jedoch entgegenwirken: Düngung einstellen und den Rasenschnitt auf wenige Male im Jahr herunterfahren – so reguliert sich der Boden von allein.
  1. Erste Aussaht für Vielfalt: Der Überdüngung kann ebenfalls entgegengewirkt werden, indem der Rasen punktuell entfernt wird und an dieser Stelle Blütenpflanzen ausgesät werden. Dieses Vorgehen wird auch „Impfung“ genannt. Die perfekten Pflanzen für eine nahrhafte und bunte Wiese unter den Bäumen sind heimische Wildblumen mit ungefüllten Blüten.
  1. Ready, set, Blumenwiese: Hat sich der Boden erholt, sollte der Rasen im Herbst oder Frühjahr vertikutiert werden. Beim Vertikutieren wird die obere Pflanzendecke angeschnitten und so der Boden gelockert, wodurch Luft und Wasser ungehindert zur Wurzel durchdringen können. Anschließend wird eingesät, wobei ca. fünf bis zehn Gramm Saatgut pro Quadratmeter verwendet werden sollten. Die Saat wird anschließend mit einer Walze oder mit Fußbrettern gefestigt und sollte während der ersten Woche regelmäßig bewässert werden.

Ohne richtige Pflege entsteht keine Blütenvielfalt

Wenn es unter den Obstbäumen richtig schön blüht, ist das Ziel – vorerst – erreicht und die richtige Pflege der Blumen fortan entscheidend. Nicht zu viel und nicht zu wenig, lautet die Devise. Ohne regelmäßige Pflege verwildert eine Wildblumenwiese innerhalb weniger Jahre. Die Blumen werden dann von durchsetzungsstarken Sträuchern wie Brombeeren verdrängt. Zum Erhalt der Blütenvielfalt sollte die Wiese mindestens einmal und bei starkem Aufwuchs sogar bis zu dreimal im Jahr gemäht werden. Das Mähen, auch Mahd genannt, stellt die wichtigste Pflegemaßnahme einer Blumenwiese dar. Durch sie wird die Selbstaussaht einjähriger Blumen erheblich gefördert. Zeitlich eignet sich hierbei besonders die zweite Junihälfte sowie der August. Darüber hinaus sollte die Blumenwiese weder gedüngt noch künstlich bewässert werden, denn von Dünger und Wasser profitieren hauptsächlich Gräser, welche die Blumen zurückdrängen. Allerdings dauert es – auch bei richtiger Pflege – einige Jahre, bis sich eine Blumenwiese stabilisiert und richtig entwickelt hat.

Wie profitieren Bienen und Insekten von der richtigen Bepflanzung?

Die reichhaltige Blütenvielfalt macht die Streuobstwiese zu einem idealen natürlichen Biotop und ist darüber hinaus viel leichter zu pflegen, als ein Rasen. Durch die Kombination aus Streuobstbäumen und Blumen entsteht ein wahres Schlaraffenland mit vielen Rückzugsorten für Bienen und andere Insekten.

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