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Der NABU Insektensommer: Zählen, was wirklich zählt!

Beim Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) steht der Sommer ganz im Zeichen der Insekten: Mit einer Mitmach- und Zählaktion will der NABU die kleinen, fleißigen Helfer unserer Ökosysteme in den Fokus rücken. Mehr zum Insektensommer und warum diese Initiative so wichtig ist, erfahren Sie hier.

Auf der Erde existieren mehr als eine Million verschiedener Insektenarten. Jede einzelne leistet einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und ist ausschlaggebend für die Aufrechterhaltung unseres Ökosystems. Die Anzahl der Insekten geht allerdings seit Jahren dramatisch zurück. Um eine kontinuierliche Erfassung der Insektenbestände zu etablieren und so Trends von Arten und Populationen erfassen zu können, hat der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) die Initiative „Insektensommer“ ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ fordert die Organisation Bürger*innen dazu auf, Insektenbestände in ihrer Umgebung zu zählen und die Ergebnisse mit dem NABU zu teilen. So konnte diesen Sommer jeder helfen, Daten zur Artenvielfalt und Vorkommen der Insekten zu sammeln, denn: Jedes Insekt zählt!

Insekten: Die Workaholics unseres Ökosystems

Insekten sind die artenreichste Spezies und ein wichtiger Baustein für unsere Umwelt. „Fast 90 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen weltweit sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Insekten bestäuben nicht nur Pflanzen, sie sind auch Nahrung für Vögel, Fledermäuse, Eidechsen und Frösche“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Gesamtmasse an Fluginsekten in Schutzgebieten hat in den letzten Jahren bis zu 75 Prozent abgenommen. Mehr als die Hälfte aller Wildbienenarten in Deutschland ist gefährdet. Schätzungen zufolge leben in Deutschland 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor. Das soll die Aktion „Insektensommer – Zählen, was zählt“ ändern. Und so wurden auch in diesem Sommer wieder deutschlandweit fleißig Insekten gezählt.

Insekten zählen – wie geht denn das?

Tatsächlich lassen sich Insekten fast überall erfassen: im heimischen Garten oder auf dem Balkon, in Parks, auf Wiesen oder Feldern, im Wald, an Teichen, Bächen oder Flüssen. Die Unterstützer*innen konnten sich hierfür ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von ca. 10 Metern aussuchen und in diesem Umfeld alle Insekten aufnehmen, die ihnen unterkamen. Anschließend wurden die Ergebnisse mit dem NABU geteilt. Dies wurde entweder über ein Meldeformular oder über die NABU-App „Insektenwelt“ erfasst, in dem bzw. der die Sichtungen durch die freiwilligen Helfer*innen eingetragen wurden.

Ein erfolgreicher Insektensommer neigt sich dem Ende zu

Die Ergebnisse der Zählungen wurden bereits auf der Website des NABU veröffentlicht. Es gibt tatsächlich positive Meldungen, denn für viele Insekten lief die Vermehrung im Frühjahr 2019 anscheinend sehr erfolgreich. Besonders einige Falterarten wurden im Vergleich zum letzten Jahr vermehrt gesichtet. Erfreulich ist auch, dass die Honigbiene häufiger als im vorherigen Jahr gezählt werden konnte. Sie ließ sich in diesem Jahr sogar an gut 50 Prozent aller Beobachtungsorte auffinden. Ebenfalls wurden mehr Blaue Holzbienen sowie einige Hummelarten erfasst. Die Sichtungen der Fliegen, Käfer, Ameisen und Libellen liegen auf einem mit dem letzten Jahr vergleichbaren Niveau, während die Anzahl der beobachteten Wespen und Hornissen etwas zurückging.

Im Schnitt wurden aber pro Beobachtungspunkt etwa 20 Prozent mehr Insektenarten gemeldet als im letzten Jahr. Eine großartige Meldung zwischen all den bedrückenden Nachrichten aus der Insektenwelt.

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