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Der Biorhythmus der Bienenf

Der Biorhythmus der Bienen

Bienen haben ein Zeitgedächtnis. Sie haben die Fähigkeit zu erkennen, wann die Pflanzen blühen und den Nektar absondern. Neuere Erkenntnisse über den Biorhythmus der Bienen zeigen zudem auf, dass Bienen tatsächlich schlafen. Die Schlafphasen sind im Bienenstaat jedoch strikt nach ihren Berufsgruppen getrennt.

Bienen haben ein Zeitgedächtnis

Für die Bienen gibt es ein reichhaltiges Blütenangebot. Die verschiedenen Pflanzenarten unterscheiden sich zum größten Teil darin, wo und wann sie blühen und wann sie ihren Nektar absondern. Die Bienen brauchen daher nicht nur räumliche Angaben wie Merkmale und Ort der Blume, sondern auch zeitliche Informationen. Die Biene hat daher eine beeindruckende Fähigkeit entwickelt, Farben, Gerüche, Formen und Wege in einem bestimmten Zeitrahmen schnell und präzise zu erlernen.
Bienen können erlernen, zu welcher exakten Tageszeit Blumen beginnen, ihren Nektar abzusondern. Dieses Zeitgedächtnis bleibt für ungefähr sechs bis acht Tage bestehen. Die Bienen folgen dem sogenannten circadianen Rhythmus – dem Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Besonderheit ihres Rhythmus, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, ist die enorme Flexibilität. Sie können sich ihrer Umgebung anpassen, so zum Beispiel an die Pflanzen. Viele Pflanzen öffnen ihre Blüten nur zu bestimmten Tageszeiten oder sind mehrere Tage hintereinander geöffnet und produzieren Nektar sowie Duftstoffe nur zu bestimmten Uhrzeiten. Die Bienen können dank ihres Zeitgedächtnisses ihre Blütenbesuche darauf einstellen.

Das Schlafverhalten der Bienen

Im Bienenstock herrscht eine strikte Arbeitsteilung, und das gilt auch für die Schlafphasen. Der Bienenstaat besteht aus Drohnen, einer Königin und Arbeiterinnen. Die Mehrheit der im Volk lebenden Bienen bilden die fleißigen Arbeiterinnen. Auf den Spuren des Pioniers in der Entdeckung und Erforschung des Bienenschlafes haben Prof. Walter Kaiser, Jürgen Tautz, Barrett Anthony Klein, Martin Stiegler und Arno Klein das Schlafverhalten der Bienen in einem intakten Bienenvolk untersucht. Dabei wurde mit Mikrophonen, Kameras, Wärmebildkameras, Thermometern und anderen Messgeräten gearbeitet. Die Bienen wurden markiert, sodass ihre Aktivitäten Tag und Nacht im Stock aufgezeichnet werden konnten.
Das Ergebnis bestätigt die alten Daten von Prof. Kaiser, dass eine schlafende Biene ihre Fühler nicht mehr bewegt und ihr Körper Richtung Schwerkraft hängt. Außerdem sinkt ihre Körpertemperatur im Gegensatz zu den Bienen, die im Stock aktiv sind. Durch die Methode konnte die neue Erkenntnis gewonnen werden, dass die jungen Arbeiterinnen zum Schlafen in die Nähe des Bienenstockzentrums wandern. Dort schlafen sie meistens in den leeren Zellen des Brutbereichs. Da im Bienenstock durchgängig eifriges Treiben herrscht, schlafen sie dort wohl am ungestörtesten. Eine junge Arbeiterin durchläuft über den Tag und die Nacht sogar mehrere Schlafphasen. Wenn die Bienen zum Außendienst wechseln, also den Bienenstock verlassen, um Nektar zu sammeln, beginnen sich ihre Schlafphasen zu verändern. Sie schlafen nun weniger, was auch mit dem höheren Alter zusammenhängt. Auch ihr Schlafplatz verändert sich dann: Sie schlafen nun außerhalb von Zellen und näher am kühleren Rand der Waben.
Wo und wie die Drohnen schlafen, ist bisher noch nicht erforscht.
Aber eines trifft auf jeden Fall auf alle Bienen zu: Wenn sie nicht genug Schlaf bekommen, verringert sich ihre Lern- und Kommunikationsfähigkeit.

*Quelle des Bildes: Helga R.Heilmann, HOBOS-Team

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