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Das Bienenjahr: Was macht das Bienenvolk wann?

Die Jahreszeiten bestimmen, was ein Bienenvolk wann macht. Zuverlässig wie ein Uhrwerk richten die fleißigen Bienen ihre Tätigkeiten daran aus, was das Wetter vorgibt. Aber was steht denn bei einem Bienenschwarm in den verschiedenen Jahreszeiten auf der To-do-Liste? Wir haben es zusammengefasst.

Frühling – Die geschäftige Zeit des Bienenvolkes

Der Frühling legt den Grundstein für die Fortpflanzung und somit auch die Entwicklung des Bienenvolkes. Der erste Ausflug des Bienenvolkes ist für die Bienen erst ab etwa 12 Grad möglich. Vorher ist es zu kalt und es besteht die Gefahr, dass die Bienen erfrieren. Den Jahresauftakt macht das Bienenvolk, das gerade den Winter überstanden hat, mit dem sogenannten “Reiningungsflug”. Die Bienen haben den ganzen Winter über in ihrem Bienenstock ausgeharrt und nutzen diesen ersten Flug zur Reinigung ihrer Kotblase. Direkt danach starten auch schon die ersten Maßnahmen, um den Bienenstamm während des Frühjahrs auszubauen und somit das Überleben des Volkes zu sichern. Die Aufgabe der Königin im Frühjahr ist es daher, ihre Legeleistung anzukurbeln – sie legt bis zu 1.500 Eier am Tag. Gleichzeitig sammelt das Bienenvolk wichtigen Pollen zur Nahrungssicherung.

Zusätzlich übernehmen die Bienen im Frühjahr die Bestäubungsarbeit: 80 Prozent aller Blüten werden durch Bienen bestäubt. Ohne die Biene sehe es auf unserem Speiseplan sehr traurig aus.

Sommer – Das Bienenvolk plant im Voraus

Bienenvölker arbeiten vorausschauend: Zum Sommeranfang beginnen Bienen bereits damit, an den Winter zu denken. Durch eifriges Pollensammeln schaffen die Arbeiterbienen wichtige Nahrungsvorräte für den Winter. Der Sommer dient dazu, den Stock auf den Winter vorzubereiten. Deshalb werden auch die Drohnen von den Arbeiterbienen rausgeschmissen. Mit der Begattung der Königin haben sie ihre Hauptaufgabe erledigt und werden für die Überwinterung nicht benötigt. Gleichzeitig nimmt die Legeleistung der Königin wieder ab – ihre Hauptarbeitszeit geht im Sommer somit zu Ende. Übrigens: Auch für Imker gibt es im Spätsommer einiges zu tun, um das Bienenvolk auf die kälteren Temperaturen vorzubereiten. Was alles dazugehört, lesen Sie hier.

Herbst – Jetzt das Überleben für den Winter sicherstellen

Im Herbst wird es im Bienenstock deutlich ruhiger. Die Bienen haben es sich innerhalb des Bienenstocks gemütlich gemacht und kommen nur noch raus, wenn die Temperaturen es zulassen. Der wichtigste Auftrag des Kollektivs ist es aber, ihr Brutnest auch während der kälter werdenden Nächte auf 35 Grad zu halten. Schließlich schlüpfen von Spätsommer bis Herbst die sogenannten Winterbienen, deren Aufgabe es ist, das Volk und die Königin durch den Winter zu bringen.

Winter – Warm halten lautet die Devise

Das Bienenvolk rückt während der kalten Jahreszeit zusammen. Auch hier ist Teamwork angesagt, mit dem Ziel, die Bienenkönigin sicher und warm durch den Winter zu bringen. Dafür bildet das Bienenvolk eine Traube und nimmt die Bienenkönigin in die Mitte. Dank ihrer herausragenden Fähigkeit, mit Flügelschlägen Wärme zu erzeugen, schafft es ein Bienenvolk mit gemeinsamer Kraft, den Bienenstock angenehm warm zu halten. So harrt das Volk auf und wartet auf den Frühling. Auch Imker haben im Winter weniger zu tun: Es genügt, ab und zu einmal den Mäuseschutz zu kontrollieren und zu schauen ob durch das Flugloch noch genügend Luft zum Bienenstamm gelangt.

Die Bienen haben also sowohl im Sommer als auch im Winter jede Menge zu tun. Welche Jobs sie in ihrem Leben ganz genau durchlaufen erklären wir hier.

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