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Wie die amerikanische Faulbrut die Honigbiene bedroht

Varroa-Milbe, reduzierte Pflanzenvielfalt und Pestizide – die Gründe für das Bienensterben sind vielseitig. Eine weitere Form der Artenbedrohung ist die amerikanische Faulbrut. Der Erreger hat sich über den Atlantik bis nach Europa seinen Weg gebahnt und verursacht in den hiesigen Bienenstöcken erhebliche Schäden.

Die amerikanische bzw. bösartige Faulbrut (Paenibacillus-larvae-Bakterien) ist eine bakterielle Krankheit, die ausschließlich die Brut der Honigbiene befällt. Der Erreger wird bei der Fütterung auf die Larven übertragen. Hierbei gelangt das Bakterium in den Darm der Larve, wodurch diese nach wenigen Tagen stirbt.

Die von der amerikanischen Faulbrut ausgehende Gefahr ist nicht zu unterschätzen. Schnell verbreitet sich die Krankheit über die Luft und durch Räuberei, wodurch ganze Bienenvölker in kürzester Zeit eliminiert werden können. Die von der bakteriellen Brutkrankheit ausgehende Gefahr für die Honigbiene ist so erheblich, dass die amerikanische Faulbrut in Deutschland und anderen EU Ländern als eine alarmierende Tierseuche eingestuft wurde.

Aber wie können befallene Bienenkulturen überhaupt identifiziert werden? Die typischen Merkmale für die amerikanische Faulbrut sind eingefallene Zelldeckel, fadenziehender Schleim und einzeln stehen gebliebene Brutzellen, die dennoch verdeckelt sind. Bei Verdacht auf amerikanische Faulbrut muss der Imker umgehend das Veterinäramt informieren. Mit Hilfe einer Streichholzprobe führt das Veterinäramt dann einen Test durch. Bei einem positiven Testergebnis wird ein Faulbrut-Sperrbezirk mit einem 1 km großen Radius um den Bienenstock errichtet, um weitere Verbreitung zu vermeiden.

Die weiteren Maßnahmen werden dann in Absprache zwischen Imker und Veterinär je nach Stärke des Befalls vorgenommen.

Bei der Faulbrut handelt es sich also um eine weitere ernstzunehmende Gefahr, bei der der Imker das Bienenvolk für eine vollständige Genesung unterstützen muss. Im Kampf gegen die Bedrohungen der Honigbiene ist es daher besonders wichtig, dass Imker sowohl im Winter als auch im Frühjahr mit äußerster Sorgfalt nach erprobten Pflegeroutinen handeln.

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