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Biene Maja fliegt auf Corny

Wenn die berühmteste Biene der Welt gemeinsame Sache mit Corny macht, dann hat das so manche Vorteile: Zum einen natürlich, dass es den neuen, leckeren Müsliriegel gibt. Zum anderen sind Bienen dadurch in aller Munde – auch die vielen anderen neben Maja und Willi – und das ist auch gut so! Denn die Bienen sind in Gefahr und brauchen unsere Hilfe. Sie sind nämlich ganz besonders wichtige und wundervolle Insekten, über die es viel Interessantes zu erfahren gibt – fang mal an zu lesen, du wirst dich wundern – wie sonst nur Willi!

Natürlich fahren Bienen nicht Auto. Trotzdem müssen manche von ihnen betankt werden: die wichtigen Heizerbienen. Die sind im Brutnest und sorgen dort für die richtige Brut-Temperatur. Da diese Temperatur zu sehr schwanken würde, wenn immer mal ein paar Heizerbienen zum Vorratskeller schlendern würden, dürfen sie das nicht. Sie müssen im Brutnest bleiben und werden von anderen Bienen versorgt. Und genau hier kommen die Tankstellenbienen ins Spiel: Sie pendeln zwischen den Honigvorräten und dem Brutnest hin und her, nehmen möglichst viel Honig auf und suchen dann mit gut gefülltem Honigmagen die Heizerbienen, die betankt werden müssen. Diese berühren dann die Tankstellenbienen mit ihren Fühlern und sagen ihnen damit: Einmal volltanken, bitte!

Die Bienenkönigin ist kein Honigmäulchen. Erstaunlich, was? Hat aber einen guten Grund. Sie bekommt was noch viel Besseres: Bereits als Larve und danach ihr ganzes Leben lang wird die Bienenkönigin mit einem Wunderpudding gefüttert – dem Gelée royale (das spricht man übrigens Scheleeh Rojahl aus). Das ist ein Futtersaft, der von den Ammenbienen hergestellt wird und darüber entscheidet, ob aus einer Larve überhaupt eine Königin wird oder nicht. Denn eine Bienenkönigin kommt in jedem Volk nur einmal vor und wird nur herangezogen, wenn das Volk sich teilt oder die alte Königin stirbt. Also merke: Gelée royale schmeckt königlich.

Gut, sie tragen keine Jeans, Bade- oder Lederhosen – aber die Brummer im schicken Schwarz-Gelb lassen sich auch untenrum nicht lumpen: Immer wieder sieht man Bienen, die große gelbe Pluderhosen an ihren kleinen Hinterbeinchen haben, wenn sie vom Nektarsammeln kommen. Diese Hosen bestehen zu 100 Prozent aus Blütenstaub, der beim Besuch der Blüten im Pelz hängenbleibt und den die Bienchen dann an ihre hintersten Beine schieben. Also: Je mehr sie gesammelt haben, desto weiter werden die Hosen.

Wildbienen sind sehr angenehme Mitbewohner: Sie sind friedlich und nicht besonders anspruchsvoll was ihre Unterkunft angeht. Sie graben zum Beispiel einfach einen Gang in den Boden oder nagen Gänge in Wände, wenn sie nichts anderes finden. Da du sie dort aber nicht besonders gut beobachten kannst, haben wir eine bessere Idee: Biete ihnen einen Nistplatz auf deinem Balkon! Mit einem Stück morschem Holz, Glockenblumen oder einer Kiste voll lehmigem Sand kannst du im Handumdrehen ein eigenes Bienenhotel eröffnen (ja, natürlich fragst du vorher Mama, aber die will ja auch was gegen das Bienensterben tun …). Es wird hoffentlich nicht lang dauern, bis ein paar Bienen an deine Balkontür klopfen, äh summen. Angst haben brauchst du übrigens auch nicht: Wildbienen stechen nicht!

Biene ist nicht gleich Biene: Genau wie bei uns Menschen auch gibt es fleißige Bienchen, die bis zu zehnmal am Tag aus dem Stock eilen, um Nektar für ihr Volk zu sammeln. Andere wiederum legen gern mal die sechs Beinchen hoch – und gehen nur einmal am Tag Nektar holen. Bei richtig großen Völkern gleicht sich das dann wieder aus, sodass im Schnitt jede Biene etwa viermal am Tag sammeln geht. Das genügt natürlich völlig, damit das Volk am Ende insgesamt eine Riesenmenge Honig hat. Die Frage ist nur: Was tun die Bienen, die nur einmal am Tag losfliegen, sonst? Da Bienen ja keinen Fernseher haben, vermuten wir mal: Sie sitzen im Stock und erzählen den anderen Bienen lustige Geschichten.

Auch Bienen haben Schweißfüße! Hast du das etwa noch nie gerochen? Na ja, kein Wunder: Wir Menschen können das nämlich gar nicht riechen. Ganz im Gegensatz zu den anderen Bienchen – denn für die haben die riechenden Füße ihrer Bienenkumpels sogar einen Sinn: Mit den Drüsen an ihren Füßen markieren sie nämlich alle Blüten, die sie besucht haben. So wissen alle anderen Bienen: Aha, in dieser Blüte war schon jemand, hier gibt es nichts mehr zu holen. Einen Tag später ist dieser Geruch dann wieder verduftet – dann gibt’s auch neuen Nektar in der Blüte. Für den Fall, dass du keine Biene bist: Wechsle ruhig öfter mal die Socken!

Kennst du das, wenn das Navigationssystem im Auto Papa verrät, welchen Weg er nehmen muss? So was Ähnliches haben auch die Bienen. Da sie aber nicht sprechen können, sondern nur tanzen und mit den Flügeln Geräusche machen, haben sie sich ein eigenes Navi ausgedacht: Durch exakt festgelegte Tanzschritte und Flügelbrummen geben sie den anderen Bienen zu verstehen, wo genau sie hinfliegen müssen. So finden auch Neulinge sofort den Futterplatz, von dem ihnen die erfahreneren Bienen „erzählen“ – auch wenn sie einige Kilometer entfernt sind.

Je kälter es wird, desto näher kommen sich die Bienen. Sie kuscheln sich ganz eng zusammen, bilden eine Wintertraube und wärmen sich gegenseitig mit Power-Kuscheln und Warmzittern auf. Das heißt, sie erzeugen Wärme mit ihren Flugmuskeln (ohne aber die Flügel zu bewegen – verrückt, oder?). Dieses „Heizen“ dauert schon mal einen ganzen Tag und hält den Bienenstock für bis zu 24 Stunden schön warm. Und nicht nur den Stock: Sie erwärmen damit auch den durch die Kälte zäh gewordenen Honig. So wird er wieder flüssig, die Bienchen können wieder ihren Rüssel hineinstecken und ordentlich Honig tanken. Mmm, lecker!

Hast du schon mal von deiner Oma gehört, dass du ein Fliegengewicht bist? Bestimmt! Wieso sie dich wohl so nennt? Naja, eine Fliege ist nicht besonders schwer. Es sei denn, man sieht sich die dicken Brummer an, die im Sommer so über die Terrasse düsen. Die sind gar nicht so leicht wie man glaubt. 2,8 Gramm bringt so eine Stubenfliege auf die Waage! Unser schwarzgelbes Bienchen dahingegen hat sich trotz ihres täglichen Umgangs mit Honig echt gut gehalten! Sie ist nämlich nur 0,1 Gramm schwer – ein 1 Cent Stück wiegt 24 Mal so viel, kaum vorstellbar.
Vielleicht wird jetzt die Boxklasse „Fliegengewicht“ bald in „Bienengewicht“ umgetauft? Wer weiß…

Backe, backe, Kuchen, der Bäcker hat gerufen! Und der macht bekanntermaßen ja nicht nur Kuchen. Hast du gewusst, dass auch Bienen kleine Zauberbäcker sind? Im Bienstock füttern die Ammenbienen ihre kleinen Schützlinge ebenfalls mit Brot – um genau zu sein, mit Bienenbrot –, damit sie groß und stark werden. Dieses Bienenbrot haben sie aus gesammelten Blütenpollen und anderen Geheimzutaten gemacht und sich sogar einen kleinen Trick einfallen lassen, wie das Bienenbrot länger hält. Schon cool, oder? Finden wir Menschen auch und lassen uns dieses Bienenbrot selbst ab und zu schmecken. Es sieht zwar nicht aus wie das Honigbrot, das du vom Frühstücken kennst, lecker ist es trotzdem! Gleich mal Mama fragen, wann du dein Bienenbrot bekommst.